Postdoc

Foto-MT-1-kleinSeit Mitte Februar 2016 hat Michael Tunҫ die Koordination des Promotionskollegs „Leben im transformierten Sozialstaat – TransSoz“ übernommen. Michael Tunҫ ist Sozialpädagoge und schloss seine Dissertation „Väterlichkeitsforschung und Väterarbeit in intersektionaler und rassismuskritisch-migrationsgesellschaftlicher Perspektive“  in Erziehungswissenschaften an der Universität Wuppertal Anfang Dezember 2016 erfolgreich ab (Veröffentlichung in Vorbereitung).

Er forscht und arbeitet zu den Themen Männlichkeit/Väterlichkeit und Migration sowie Diversität/Intersektionalität. 2013 und 2014 war Michael Tunҫ wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung (http://www.zfti.de) im Projekt „Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW“, das im Rahmen einer Evaluation die Erfolge interkultureller Väterarbeit ermittelte (http://www.iva-nrw.de).

Von 1999 bis 2004 arbeitete Michael Tunç im Forschungsschwerpunkt interkulturelle Kompetenz der Technischen Hochschule Köln. Er war Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Rollenverständnis von Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte“, das im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von November 2008 bis Juni 2009 durchgeführt wurde.
Er engagiert sich für die Entwicklung interkultureller Männer- und Väterarbeit (Facharbeitskreis interkulturelle Väterarbeit in NRW, http://www.iva-nrw.de), bei Väter in Köln e.V., (http://www.kölnerväter.de) und im bundesweiten Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeit (http://www.netzwerk-mmm.de).

Im Jahr 2005 gründete Michael Tunç das Väter-Experten-Netz Deutschland e.V. (http://www.vend-ev.de) mit, in dem er seitdem aktiv ist. Er ist auch Mitglied im Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung in NRW (http://www.netzwerk-fgf.nrw.de) und in der Fachgesellschaft Geschlechterstudien/Gender Studies Association (http://www.fg-gender.de). Michael Tunç engagiert sich auch im Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse (http://www.forum-maenner.de).

In seinem Themenfeld ist er, neben vielfältigen Vorträgen und Workshops, tätig als Lehrbeauftragter, beispielsweise an der Universität Wuppertal (Professur für Gender und Diversity in Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Katharina Walgenbach, Sommersemester 2012) und an der TH Köln (Professur für interkulturelle Pädagogik, Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad, Wintersemester 2015/16).

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Tunç, Michael (2016): Männlichkeiten und Islam. Kritiken und Transformationen. In: Horsch-Al Saad, Silvia/Kişi, Melahat/Klausing, Kathrin (Hrsg.): Der Islam und die Geschlechterfrage. Theologische, gesellschaftliche, historische und praktische Aspekte einer Debatte. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien: Peter Lang. (Im Erscheinen).

Tunç, Michael (2015): Endbericht des Projekts „Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW“. Herausgegeben vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung. Essen.

Tunç, Michael (2014): Väterforschung im Einwanderungsland Deutschland. Ergebnisse, Rahmenbedingungen und Herausforderungen. In: Verband binationaler Familien und Partnerschaften (Hrsg.): Väter in interkulturellen Familien. Erfahrungen – Perspektiven – Wege zur Wertschätzung. Frankfurt/Main: Brandes & Apsel. S. 41-53.

Tunç, Michael (2012): Männlichkeitsforschung und Intersektionalität. URL: http://portal-intersektionalitaet.de/uploads/media/Tunc.pdf

Tunç, Michael (2012): Männerpolitiken und Diversität. Von Kulturdifferenz zu Rassismuskritik und Intersektionalität. In: Theunert, Markus (2012): Männerpolitik. Was Jungen, Männer und Väter stark macht. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 97-123.

Farrokhzad, Schahrzad/Ottersbach, Markus/Tunç, Michael/Meuer-Willuweit, Anne (2011): Verschieden – Gleich – Anders? Geschlechterarrangements im interkulturellen und intergenerativen Vergleich. Wiesbaden: VS-Verlag.

Tunç, Michael (2010): Männlichkeiten in der Migrationsgesellschaft. Fragen, Probleme und Herausforderungen. In: Prömper, Hans/Jansen, Mechtild M./Ruffing, Andreas/Nagel, Helga (Hrsg.): Was macht Migration mit Männlichkeit? Kontexte und Erfahrungen zur Bildung und Sozialen Arbeit mit Migranten. Opladen/Farmington Hills: Barbara Budrich. S. 19-35.

Tunç, Michael (2008): „Viele türkische Väter fliehen von zu Hause.“ Mehrfache ethnische Zugehörigkeiten und Vaterschaft im Spannungsfeld zwischen hegemonialer und progressiver Männlichkeit. In: Potts, Lydia/Kühnemund, Jan (Hrsg.): Mann wird man. Geschlechtliche Identitäten im Spannungsfeld von Migration und Islam. Bielefeld: transcript. S. 105-132.

Dr. phil. Monika Götsch
Projekt: „Nicht-heteronormative Lebensweisen im neoliberalen Sozialstaat“

Von Juli 2013 bis Januar 2016 war Monika Götsch Koordinatorin des Promotionskollegs „Leben im transformierten Sozialstaat – TransSoz“. Sie studierte Sozialarbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg sowie Soziologie, Gender Studies und Politikwissenschaft an der Universität Freiburg. Sie promovierte an der Universität Freiburg im Fach Soziologie zum Thema „Sozialisation heteronormativen Wissens“, war Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Repräsentation, Materialität und Geschlecht: gegenwärtige und historische Neuformierungen der Geschlechterverhältnisse“ am Zentrum Gender Studies der Universität Basel sowie Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete sie am Institut für zivilgesellschaftliche Entwicklung, Freiburg (Gender Mainstreaming in den nationalen und internationalen Freiwilligendiensten) sowie am Institut für Informatik und Gesellschaft der Universität Freiburg (DFG-Projekt „Weltbilder in der Informatik“). Zudem war sie Assistentin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel (Koordination des Graduiertenkollegs „Geschlechterverhältnisse – Normalisierung und Transformation“) sowie Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule Freiburg im Bereich Sozialarbeit, am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und am Zentrum Gender Studies der Universität Basel. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind Gleichstellungsinterventionen, heteronormative Geschlechterverhältnisse, Sexualität, Wissens- und Wissenschaftssoziologie sowie qualitative Sozialforschung.

Monika Götsch forscht im Kolleg zu „Nicht-heteronormativen Lebensweisen im neoliberalen Sozialstaat“. Dabei geht sie mit einem intersektionalen Fokus der Frage nach, welche (neuen) Chancen und Risiken sich vor dem Hintergrund sozialrechtlicher Gesetzesnovellierungen für LSBT*-Menschen ergeben.

Das Poster von Dr. Monika Götsch anlässlich der DGSA Tagung 2014 in Köln finden Sie hier.

Aktuelle Veröffentlichungen:

Götsch, Monika (2015): Paradoxien heteronormativen Wissens. In: Dausien, Bettina/ Thon, Christine/ Walgenbach, Katharina (Hrsg.): Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft. Geschlecht – Sozialisation – Transformation. Opladen, Berlin, Toronto. S. 129 – 144

Götsch, Monika (2014): Sozialisation heteronormativen Wissens. Wie Jugendliche Sexualität und Geschlecht erzählen. Opladen: Budrich UniPress