Promovierende

Yasmine Chehata

Nach ihrem Studium zur Diplom Sozialarbeiterin (2001) arbeitete Yasmine Chehata u.a. in der niedrigschwelligen Sozialen Arbeit mit männlichen Prostituierten. Seit ihrem Masterabschluss im Jahr 2008 (Technische Hochschule Köln) ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Praxisforschung und Lehre im Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung (Technische Hochschule Köln) tätig. In ihrem Forschungsvorhaben widmet sie sich der nationalen Jugend(hilfe)politik (als politisches Feld der Kinder- und Jugendarbeit) unter dem Arbeitstitel: »Regierte Jugend? Jugend(hilfe)politische Artikulationen im Kontext der EU-Jugendstrategie.« Gefragt wird nach den Praktiken des Regierens in den aktuellen jugendpolitischen Strategien. Ziel ist es Anhaltspunkte dafür zu finden, wie sich eine nationale Jugend(hilfe)politik im Kontext europäischer Strategien formiert und wie Jugend im Zusammenhang des europäischen Einigungsprozesses thematisiert wird.

Kontakt: Yasmine Chehata (TH Köln)                                                                    yasmine.chehata@th-koeln.de


Ina ConenIna Conen

Vor dem Hintergrund der Bedeutungszunahme von Eigenverantwortung im Rahmen der sozialpolitischen Absicherung sozialer Risiken im Alter beschäftigt sich das Dissertationsprojekt mit der Identifizierung und Analyse des Altersvorsorgehandelns von Migrant/innen im mittleren Lebensalter. In einem qualitativen Design werden in 16 problembasierten Einzel-und Paarinterviews empirisch individuelle Strategien und Handlungen zur Ausgestaltung der individuellen Altersvorsorge von in Deutschland lebenden türkeistämmiger Migrant/innen. Angenommen wird eine Relevanz transnationaler Aktivitäten und Bindungen im transnationalen Raum Deutschland-Türkei als migrationsbedingte Ressource (Pries, 1996; Faist, 2000), welche zur Bewältigung der komplexen Anforderungen an das Vorsorgehandeln von in Deutschland lebendenden türkeistämmigen Menschen heran gezogen werden kann. Theoriesystematisch wird (i) Handeln akteurstheoretisch fundiert in handlungsprägenden sozialen Strukturen angenommen. (ii) Ursache, Rahmenbedingungen und Folgen von Migrationsbewegungen werden in dem vorliegenden Dissertationsprojekt als durch die strukturellen Bedingungen von Inklusion in funktionale Teilsysteme nationaler Wohlfahrtsstaaten bestimmt, verstanden. Im Ergebnis beabsichtigt die Arbeit eine Typologie von den Altersvorsorgehandeln hinterlegten sozialen Entscheidungsmechanismen im transnationalen Raum Deutschland-Türkei zu entwickeln.

Hier finden Sie das Projekt als Poster anlässlich der DGSA Tagung 2014 in Köln.

Kontakt: Ina Conen (HS Düsseldorf)                                                                  ina.conen@hs-duesseldorf.de


Kerstin Discher

Kerstin Discher absolvierte ihr Bachelorstudium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Kiel. Nach Forschungstätigkeiten am dortigen Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity wechselte sie an die Universität Bielefeld, wo sie ihr Masterstudium der Erziehungswissenschaft im Frühling 2013 abschloss. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich im Rahmen biographischer Gespräche mit den Lebenssituationen und Lebensplanungen von jungen Erwachsenen in beruflichen Übergangskonstellationen. Unter intersektionaler Perspektive blickt die Untersuchung dabei auf miteinander verwobene Mechanismen der Ein- und Ausschließung entlang von Differenzkategorien, um Möglichkeitsräume sichtbar zu machen.

Kontakt: Kerstin Discher (TH Köln)                                                            kerstin.discher@th-koeln.de


Christoph Gille

Christoph Gille studierte Soziale Arbeit in Berlin und Comparative European Social Studies in Maastricht. Er war als Sozialarbeiter in niedrigschwelligen Organisationen für Jungen und Transgender in der Prostitution in Belgien und Deutschland tätig und koordinierte das Freiwilligenprogramm der sozialen Einrichtungen der Iglesia Evangélica del Río de la Plata in Argentinien, Paraguay und Uruguay. In seiner Forschungsarbeit untersucht er die sozialstaatlichen Regime für junge Erwerbslose in Deutschland, Belgien und Spanien. Auch wenn der Trend zur Aktivierung in allen europäischen Ländern erkennbar ist, unterscheiden sich sowohl die konkrete Ausgestaltung der Angebote als auch die wohlfahrtskulturellen Bedeutungen der Hilfesysteme der einzelnen Länder deutlich voneinander. In der Arbeit sollen die Möglichkeitsräume, die diese strukturierenden Bedingungen in der Situation der Arbeitslosigkeit schaffen, aus Adressatensicht erfasst und miteinander verglichen werden.

Hier finden Sie das Projekt als Poster anlässlich der DGSA Tagung 2014 in Köln.

Kontakt: Christoph Gille (Uni Duisburg-Essen)                                         christoph.gille@uni-due.de


Anna Kristina Hartfiel

Anna Kristina Hartfiel studierte an der Universität Bielefeld und der Universität Stockholm Erziehungswissenschaft und Psychologie. Während des Studiums war sie in verschiedenen Einrichtungen der außerschulischen politischen Jugendarbeit (unter anderem IJGD, Stätte der Begegnung) tätig, wo sie sowohl nationale als auch internationale Jugendgruppen leitete. In ihrer Dissertation analysiert sie mit Hilfe biografisch-narrativer Interviews, wie junge Erwachsene mit ihren Identitätskonstruktionen auf arbeitsideologische Anrufungen bzw. Fremdpositionierungen antworten, die im arbeitsideologischen Diskurs an sie heran getragen werden. Fragen, die damit einhergehen, sind: Wie findet die Aneignung bzw. Deutung eigener biografischer Erfahrungen vor dem Hintergrund des Aktivierungsdiskurses statt? Welche Selbstpositionierungen und Fremdpositionierungen werden vorgenommen? Welche sozialen Antagonismen werden aufgerufen, um Identität her- und darzustellen? Welche Diskurselemente des arbeitsideologischen Diskurses werden aufgegriffen und wie, um der eigenen Lebenssituation (im beruflichen Übergang) Sinn zu verleihen?

Kontakt: Anna Kristina Hartfiel (TH Köln)                                         anna_kristina.hartfiel@th-koeln.de


Judith KnabeJudith Knabe

Judith Knabe ist Diplom-Sozialarbeiterin und absolvierte ein Masterstudium an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Sie arbeitete in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit (u.a. Wohnungslosenhilfe, Gemeinwesenarbeit, Erwerbslosenarbeit) bevor sie 2008 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der TH Köln begann. Neben den Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung lehrt sie in den Feldern Methoden und Theorien Sozialer Arbeit sowie Armut und Soziale Ungleichheit. Ihr Promotionsthema „Ein- und Ausschließungen auf urbanen Wohnungsmärkten – Alltag und Bewältigung von Adressat*innen Sozialer Arbeit“ (Arbeitstitel) beschäftigt sich u.a. mit den Auswirkungen von städtischen Segregationsprozessen im Bereich der sozialen Absicherung des Wohnens. Unter einer alltagstheoretischen Perspektive betrachtet das Projekt mit Hilfe qualitativer Interviewanalyse neben der Bedeutung des Wohnens in der Wohnbiografie, vor allem die Bewältigung der Wohnraumversorgung.

Kontakt: Judith Knabe (TH Köln)                                                                    judith.knabe@th-koeln.de


Katrin MenkeKatrin Menke

Katrin Menke studierte Sozialwissenschaften (B.A.) an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und an der Humboldt-Universität zu Berlin (M.A.). Parallel dazu sowie im Anschluss daran war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Berliner Forschungsinstitut SowiTra tätig und begleitete von 2008 bis 2011 diverse Forschungsprojekte. Zuletzt leitete sie beim DGB Bundesvorstand das Kooperationsprojekt „Familienernährerinnen“ zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bundesfamilienministerium, bevor sie 2013 in das Promotionskolleg wechselte. In ihrer Dissertation erforscht sie, wie sich Selbstbestimmung in der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Fürsorgearbeit von berufstätigen Müttern und Vätern im Lebensverlauf darstellt und inwiefern diese durch soziale Ungleichheit beeinflusst ist. Das qualitative Forschungsprojekt verfolgt dabei eine intersektionale Analyseperspektive und fragt nach der Bedeutung von Ethnizität, Klasse und Geschlecht für selbstbestimmte Handlungsspielräume in beruflichen und familialen Entscheidungssituationen im Dreieck von Wohlfahrtsstaat, Erwerbssystem/Betrieb und subjektiven Lebenszusammenhang.

Kontakt: Katrin Menke (Uni Duisburg-Essen)                                             katrin.menke@uni-due.de


Verena RossowVerena Rossow

Markt und Moral. Die Ökonomie häuslicher Pflege-Arbeit (Arbeitstitel)

Durch die Liberalisierung von Marktordnungen insbesondere im Zuge von Europäisierungsprozessen entstehen neue, auch transnationale Märkte sowie neue soziale Integrationsformen. Ein Ausdruck dessen ist die sog. ‚Pflege-Migration‘, bei der vornehmlich osteuropäische Arbeiter*innen Betreuungs- und Pflegearbeit in deutschen Haushalten leisten. Dieser Arbeitsmarkt wird gemeinhin als ein ‚grauer‘ Arbeitsmarkt bezeichnet, womit auf die unklare Rechtsprechung bzw. rechtliche Lage für die beteiligten Akteure verwiesen wird. Dieser Umstand und die Verrichtung der Arbeit in der Häuslichkeit haben zur Folge, dass neben partiell vorhandenen, vertraglichen Regelungen vorwiegend nichtkontraktuelle Grundlagen relevant für die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse sind. Diese werden als Austauschbeziehungen (zwischen den Angehörigen Pflegebedürftiger als ‚Arbeitgeber*innen‘ bzw. ‚Kund*innen‘ und den Arbeitskräften als ‚Arbeit(nehm)er*innen‘ bzw. ‚Dienstleistungsanbieter*innen‘) gefasst​ mit dem Ziel die in diese Arbeitsverhältnisse eingebetteten moralischen und ökonomischen Ordnungs- und Handlungsprinzipien in einem Grounded Theory-Forschungsdesign herauszuarbeiten.

Kontakt: Verena Rossow (HS Düsseldorf)                                                  verena.rossow@hs-duesseldorf.de


Christian Gräfe

Christian Gräfe studierte Soziologie und Erziehungswissenschaft (B.A.) und Soziologie im Schwerpunkt „Arbeit – Wohlfahrt – Profession“ (M.A.) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Dissertationsprojekt mit dem Titel „Das Timing der Familiengründung in Paarbiographien“ widmet sich den biographischen Orientierungen von Paaren gegenüber der Zeit der Familiengründung. Neu gerahmt werden diese durch die Flexibilisierung der Arbeitswelt und eine veränderte Familienpolitik, die Zeitoptionen eröffnet und in gleicher Weise Erwartungen einer flexiblen Lebensführung transportiert. Wie „timen“ Paare den Übergang zur Elternschaft mit ihren zunehmend unvorhersehbaren Erwerbsverläufen? Die vielfältigen alltagspraktischen Antworten darauf und die Milieutypiken, die darin zum Ausdruck kommen, werden in der Arbeit anhand von Fallrekonstruktionen untersucht.

Kontakt: Christian Gräfe (Uni Duisburg-Essen)
christian.graefe@uni-due.de


Timm Frerk

Timm Frerk studierte Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich Universität Bamberg und der Freien Universität Berlin (B.A.) und beendete im Frühjahr 2013 das Studium mit dem Master an der Universität Bremen.
Sein Dissertationsprojekt untersucht die Wirkung des Sozialstaates auf Pflegearrangements im europäischen Vergleich. In den meisten Staaten stellt die Familie die tragende Säule in der Pflege von älteren Menschen dar. Der demographische Wandel, eine zunehmende Partizipation von Frauen am Arbeitsmarkt, kleinere Familien und instabilere Beziehungen sowie größere geographische Distanzen erschweren die Pflege durch Angehörige und stellen damit auch den Sozialstaat vor neue Herausforderungen. Das Dissertationsprojekt fragt insbesondere, ob und wie die Charakteristika der Pflegesysteme auf die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf der Personen mit pflegebedürftigen Angehörigen wirken.

Kontakt: Timm Frerk (HS Düsseldorf)                                                                                    timm.frerk@hs-duesseldorf.de


Nils Wenzler

Nils Wenzler (Dipl. Sozialpädagoge, M.A. Soziale Arbeit) arbeitete in der Praxis der Sozialen Arbeit (2003-2013) mit den Schwerpunkten Jugendarbeit, Jugendkulturen, Jugendsozialarbeit und der ‚Sozialraum Arbeit‘ mit Familien, welche als ‚Sinti und Roma‘ markiert wurden, oder sich selbst dermaßen bezeichneten. Seit 2008 ist er als Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Köln tätig.

Sein Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel ‚Strategien der Integration von Sinti und Roma‘ ist als ‚genealogische AdressatInnen bezogene Geschichtsschreibung Sozialer Arbeit‘ angelegt. Ausgangspunkt sollen historisch-spezifische kommunalpolitische Programme, Maßnahmen und Projekte, und deren institutionelle Ausgestaltung durch die Soziale Arbeit sein, welche in Hinblick auf die gegenwärtig als ‚Roma‘ markierte AdressatInnen umgesetzt wurden. Im Sinne einer ‚aufsteigenden Analyse‘ werden zunächst lokale Praktiken und Diskurse untersucht, welche im Zusammenhang mit dem Bau von ‚Sinti und Roma Siedlungen‘ in den 1970er und 1980er Jahren zu rekonstruieren sind, um im Anschluss daran aktuelle Programmatiken und Praktiken der Sozialpolitik und Sozialen Arbeit zu untersuchen. Der Anlass hierfür ist die ‚Europäische Strategie zur Integration von Roma bis 2020‘, welche als sozialpolitisches Programm im Kontext transformierter Wohlfahrtsstaatlichkeit verortet wird.

Kontakt: Nils Wenzler (HS Düsseldorf)                                                                                    nils.wenzler@hs-duesseldorf.de


Marek Naumann

Marek Naumann studierte Sozialpädagogik an der Technischen Universität Dresden. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Pädagogen arbeitete er im Bereich von Forschung und Lehre am dortigen Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften, bevor er 2012 an das Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS e.V.) in Dresden wechselte. In seinem Dissertationsprojekt ‚Praktiken der Vergemeinschaftung – das ‚junge Alter‘ im Mehrgenerationenhaus‘ befasst er sich mit der Frage der situativen Gemeinschaftsproduktion und einer hierbei sichtbar werdenden (Neu-)fassung des Alter(n)s vor dem Hintergrund einer postwohlfahrtsstaatlichen Gesellschaftsordnung. Methodisch-methodologisch ist die Arbeit als ‚ethnographische Diskursanalyse‘ angelegt.

Kontakt: Marek Naumann (Uni Duisburg-Essen)
marek.naumann@uni-due.de